Antischwitzsprechstunde

Hyperhidrose: Therapie bei starkem Schwitzen

Mehr als 5 Millionen Menschen in Deutschland leiden an übermäßigem Schwitzen – der so genannten Hyperhidrose. Schweißausbrüche, am ganzen Körper oder in einzelnen Bereichen wie den Händen, können sehr unangenehm sein und die Lebensqualität deutlich einschränken.

Viele der Betroffene sind sich ihrer Erkrankung gar nicht bewusst. Andere verschweigen ihr Leiden aufgrund der störenden Symptome. Dabei gibt es mittlerweile diverse Möglichkeiten, Hyperhidrose wirksam zu behandeln.

Gerne beraten wir Sie in unserer Antischwitzsprechstunde zum Thema Hyperhidrose. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Bitte bringen Sie zur Anti-Schwitz-Sprechstunde den ausgefüllten Fragebogen mit.

 

Hinweis für gesetzlich Krankenversicherte:

Da einige diagnostische Leistungen und eventuell medizinisch notwendige Maßnahmen als kassenärztliche Leistungen zur Anwendung kommen, wird gebeten, die Chipkarte mitzubringen. Die Erläuterung und Durchführung darüber hinausgehender medizinisch sinnvoller, aber gemäß SGB V nicht notwendiger Therapie- und Diagnostikmaßnahmen sind Selbstzahlerleistungen nach der Gebührenordnung für Ärzte. Es handelt sich in der Regel um ungefähr 100 €, die zum ersten Behandlungstermin in bar mitzubringen sind.

Wann sollte der Arzt aufgesucht werden?

Wenn Sie das Gefühl haben, dass übermäßiges Schwitzen Ihren Tagesablauf stört und Sie das nicht durch ein Übermaß an körperlicher Anstrengung erklären können, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er kann Sie auf eine mögliche Erkrankung hin untersuchen und ein entsprechendes Therapiekonzept entwickeln.

Welche Formen der Hyperhidrose gibt es?

Grundsätzlich werden zwei Formen der Hyperhidrose unterschieden:

  • die fokale Hyperhidrose
  • die generalisierte Hyperhidrose

Die fokale Hyperhidrose bezeichnet ein übermäßiges Schwitzen in begrenzten Hautarealen (Hände, Fußsohlen oder Achseln). Die generalisierte Hyperhidrose hingegen tritt großflächig auf, z.B. im Gesicht, im Bereich des Nackens oder auf der Brust.

Welche Ursachen hat die Hyperhidrose?

Häufig ist eine Hyperhidrose die Begleiterscheinung einer Grunderkrankung. Hierzu zählen Störungen des Hormon- oder Nervensystems (z. B.  in den Wechseljahren) sowie Erkrankungen der inneren Organe oder der Psyche. Darüber hinaus gibt es Betroffene, die an der so genannten „echten“ (genuinen) Hyperhidrosis leiden, deren Ursache nicht bekannt ist.

Wie kann Hyperhidrose behandelt werden?

Je nach Schweregrad der Erkrankung empfehlen sich unterschiedliche Behandlungsformen.

  • Bei einer leicht krankhaften Form des Schwitzen werden aluminiumchloridhaltige Lösungen lokal auf die Haut aufgetragen. Der Stoff Aluminiumchlorid wird auch für Deodorants verwendet – allerdings in einer niedrigen Konzentration, die für eine Behandlung der erhöhten Schweißproduktion nicht ausreicht.
  • Wenn lokale Maßnahmen keinen Erfolg zeigen, wird die Krankheit medikamentös behandelt, etwa durch eine orale Gabe von Dragees mit dem WirkstoffMethantheliniumbromid. Die Dragees können situativ, z. B. bei gesellschaftlichen bzw. beruflichen Anlässen, oder dauerhaft (2 x 1 Dragee täglich) eingesetzt werden. Ihre Wirkung setzt nach ca. 20-60 Minuten ein. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Schweißproduktion durch die Dragees um bis zu 50% gemindert werden kann.
  • Eine weitere effektive Methode ist das Einspritzen von Botulinumtoxin. Botulinumtoxin verursacht eine Blockade von bestimmten Nervenimpulsen zu den Schweißdrüsen. Eine Behandlung ist ca. 6-12 Monate wirksam.

Wenn die beschriebenen konservativen Verfahren nicht greifen, können auch operative Maßnahmen in Erwägung gezogen werden: etwa die Absaugung der Schweißdrüsen oder die Zerstörung der für die Schweißbildung verantwortlichen Nervenknoten.

Was können Sie als Patient tun?

Auch ohne Ihren Arzt können Sie dem übermäßigen Schwitzen entgegentreten.

  • Achten Sie in den Wechseljahren auf eine ausgewogene kalziumreiche Ernährung, da sich die Knochendichte bei Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren reduzieren kann.
  • Nutzen Sie das Angebot ausgleichender Aktivitäten wie Yoga oder Stretching, die auch bei emotionalem, stressbedingtem Schwitzen helfen.
  • Verzichten Sie auf schweißtreibende Gewürze sowie auf Getränke wie Kaffee, Tee oder Alkoholika. Auch den Konsum von Nikotin sollten Sie meiden.
  • Atmungsaktive, luftige und nicht übermäßig warme Kleidungsstücke aus Naturfasern ermöglichen eine bessere Schweißaufnahme und -verdunstung als synthetische Fasern.
  • Sprechen Sie mit einem Arzt Ihres Vertrauens über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten typischer Beschwerden in den Wechseljahren (etwa Hitzewallungen oder Schweißausbrüche).
  • Nutzen Sie Selbsthilfegruppen und Informationsquellen im Internet oder auf dem Zeitschriftenmarkt.