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Zeckenbiss – die Gefahr im Gras

By: | Tags: | Comments: 0 | August 16th, 2017

Im hohen Gras lauert sie, die Zecke, und wartet auf einen geeigneten Wirt. Dabei lässt sie sich beim Vorbeigehen abstreifen und geht auf die Suche nach einer gut durchblutenden Stelle. Hat sie eine gefunden, sticht sie zu und saugt Blut. Diese kleinen Vampire kommen vermehrt in der warmen Jahreszeit vor, aber selbst an milden Wintertagen ist ein Zeckenstich nicht auszuschließen.

Der eigentliche Stich ist dabei für Mensch und Tier nicht weiter schlimm, vielmehr werden beim Saugen Bakterien und Viren übertragen, die Beschwerden mit sich bringen können. Zehn bis 35 Prozent der Zecken tragen den Erreger für Borreliose in sich.

 

Was ist Borreliose?

Diese Infektionskrankheit wird hauptsächlich durch Zecken übertragen. In der Regel breitet sich bereits kurze Zeit nach dem Stich eine kreisförmige Rötung aus, auch Wanderröte genannt. Dieser Hinweis auf einen Stich ist zwar die Regel, kann aber auch ausbleiben.

Weitere Hinweise auf einen Infekt können Fieber, Bindehautentzündung aber auch Kopf-, Muskel-, Gelenkschmerzen sein. Um einen chronischen Verlauf zu verhindern, wird eine rasche Behandlung durch einen Hautarzt empfohlen.

 

Der Erreger breitet sich aus

Wird der Infekt nicht behandelt, breitet er sich immer weiter aus. Nach einem bis sechs Monaten kann bereits das Nervensystem befallen sein. Dies äußert sich durch Schmerzen im Ausbreitungsbereich oder sogar durch Lähmungserscheinungen. In seltenen Fällen kann es zu einer Meningitis (Gehirnhautentzündung) oder auch Enzephalitis (Gehirnentzündung) kommen. Selbst das Herz kann betroffen sein, das sich durch Herzrhythmusstörungen bemerkbar macht.

Selbst nach mehreren Jahren können noch Symptome auftreten. Häufig betroffen sind Gelenke, aber auch Haut oder das Nervensystem. Diese chronischen Beschwerden können den Betroffenen ein Leben lang begleiten.

 

Therapie

Ausschlaggebend für den Erfolg ist die Früherkennung der Borreliose. Charakteristisch ist die Wanderröte. Eine Blutuntersuchung dagegen ist nicht immer eindeutig. Bei einem Verdacht empfiehlt es sich Gehirnwasser oder auch Gelenkflüssigkeit ebenfalls zu untersuchen.

Behandelt wird mit Antibiotika meistens in Form von Tabletten. Dabei beträgt die Behandlungsdauer zwei bis drei Wochen. Auch eine spät entdeckte Borreliose kann geheilt werden, jedoch ist es ebenfalls möglich, dass die Infektion bereits dauerhafte Schäden hinterlassen hat.

 

Schutz gegen Zecken

Ihre Hautärzte aus Berlin empfehlen bei einem Spaziergang in der Natur vorzugsweise Kleidung zu tragen, die Arme und Beine bedeckt. Meiden Sie hohes Gras und bleiben Sie lieber auf befestigten Wegen.

Nach Ihrer Rückkehr sollten Sie stets Kleidung und Körper nach den kleinen Tierchen gründlich absuchen. Sind Sie bereits gestochen worden, entfernen Sie die Zecke umgehend. Um so länger der Parasit an Ihnen saugen kann, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung.

Bei der Entfernung sollten Sie die Zecke nicht drehen, sondern mit einer spitzen Pinzette nahe an der Haut greifen und gerade herausziehen.

Sind Sie sich unsicher, was nach einem Zeckenstich zu tun ist, konnten Sie die Zecke nicht vollständig entfernen oder haben Sie eine Wanderröte entdeckt, empfehlen wir Ihnen einen Hautarzt aufzusuchen. Hautärztin Dr. Kremer in Berlin hilft Ihnen gerne weiter und berät Sie zu möglichen Therapien.