Schwitzen ist eine gesunde Reaktion des Körpers, um diesen bei hohen Temperaturen oder körperlicher Aktivität vor Überhitzung zu schützen. Wenn wir aufgeregt sind oder scharfes Essen zu uns nehmen, ist Schweiß ebenfalls eine ganz natürliche Reaktion. Alles, was darüber hinaus geht, bezeichnet man als Hyperhidrose – ein vermeintlich grundloses, äußerst starkes Schwitzen, das sich nicht in den Griff bekommen lässt. Wir erklären Ihnen, welche Ursachen dahinterstecken und was Sie dagegen tun können.

Welche Ursachen hat übermäßiges Schwitzen?

Neben dem zuvor beschriebenen sogenannten physiologischen Schwitzen können folgende Ursachen zu einem übermäßiges Schwitzen führen:

  • konstitutionell (durch Anlage bedingt; zu ca. 30-50% sind andere Familienmitglieder ebenfalls betroffen)
  • iatrogen, d.h. durch Medikamente ausgelöst oder nach Sympathektomie
  • Übergewicht
  • endokrine / hormonelle Störungen bzw. Veränderungen wie z.B. bei Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen, aber auch während Schwangerschaften oder in den Wechseljahren
  • Infektionen und Krebserkrankungen
  • Neurologische Erkrankungen (z. B. bei Parkinson)
  • Angstzustände und Depressionen
  • Entzugserscheinungen

Was können Sie gegen übermäßiges Schwitzen tun?

Wir haben für Sie 4 Tipps zusammengefasst, die Ihnen im Alltag gegen Hyperhidrose helfen können:

1. Die richtige Kleidung

Meiden Sie Kunstfasern! Diese verstärken den Geruch von Schweiß. Naturfasern wie Baumwolle sind die deutlich bessere Wahl. Im Sommer gilt natürlich: So luftig wie möglich!

2. Körperhygiene

Es ist selbstverständlich gut, wenn Sie sich mehrmals pro Tag waschen, allerdings sollten Sie dann auf pH-neutrale Pflegeprodukte zurückgreifen, um Ihre Haut zu schonen. Achten Sie außerdem darauf, sich regelmäßig unter den Achseln zu rasieren, da sich Bakterien in den Haaren schneller vermehren. Helfen gewöhnliche Deodorants nicht mehr, können wir Ihnen im Hautzentrum Berlin Arzneimittel mit einer höheren Konzentration von Aluminiumchlorid verschreiben.

3. Psychischen Stress vermeiden

Beruhigende Tees, autogenes Training oder moderater Sport können eine entspannende Wirkung haben und psychischen Stress reduzieren.

4. Lebensstil

Schwitzen hilft gegen das Schwitzen! Was zunächst widersprüchlich klingt, kann tatsächlich funktionieren: Wenn Sie regelmäßig ausgiebig Sport treiben oder die Sauna besuchen, trainieren Sie die normale Funktion Ihrer Schweißdrüsen. Auch Wechselduschen können dabei helfen. Des Weiteren kann der Verzicht auf schweißtreibende Gewürze, auf Getränke wie Kaffee, Tee oder Alkoholika und auf Nikotin und Drogen helfen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten hat ein Arzt bei Hyperhidrose?

Vor jeder Therapie führen wir eine Diagnostik zum Ausschluss zugrunde liegender Erkrankungen durch! Neben konservativen Therapien z.B. mit Cremes / Deodorants, Tabletten oder Iontophorese sowie operativen Eingriffen, bei denen die Schweißdrüsen entfernt oder Nerven gezielt durchtrennt werden, gibt es minimalinvasive Verfahren die gegen Hyperhidrose helfen können. So zum Beispiel die Injektion des Neurotoxins Botulinumtoxin A (BoNT). BoNT blockiert nicht nur die Signalübertragung auf Nerven der Muskulatur, sondern auch die auf Schweißdrüsen. In der Hautarztpraxis Siddi & Bachmann finden wir gemeinsam mit Ihnen heraus, welche Behandlungen für Sie infrage kommen und erstellen mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan.

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für unsere Hyperhidrose-Sprechstunde in Ihrem HAUTZENTRUM Berlin | Dermatologie in DAHLEM, damit unangenehmes übermäßiges Schwitzen der Vergangenheit angehört.

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