Operative Dermatologie
In unserer Praxis verfügen wir über langjährige Erfahrung in der operativen Dermatologie. Ein Schwerpunkt unserer Praxis ist die operative Entfernung von Hauttumoren, einschließlich der Therapie des malignen Melanoms, Basalzellkarzinoms und Plattenepithelkarzinoms. Dabei führen wir auch die mikroskopisch kontrollierte Chirurgie (MKC) durch – ein besonders präzises Verfahren, das eine vollständige Entfernung des Tumorgewebes bei maximalem Gewebeerhalt ermöglicht.
Neben onkologischen Eingriffen bieten wir auch ästhetische Operationen an, etwa die Korrektur von Narben, Piercings und gedehnten oder eingerissenen Ohrläppchen sowie die narbenschonende Entfernung gutartiger, kosmetisch störender bzw. irritierter / entzündeter Hautveränderungen.
Alle Operationen erfolgen in unserer Praxis ambulant und in Lokalanästhesie in einer angenehmen und ruhigen Atmosphäre. Wir beraten Sie ausführlich über die geeignete Behandlungsmethode und begleiten Sie professionell vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge.
Spotlight
Dr. Siddi hat einen wichtigen Schwerpunkt im Bereich der dermatologischen Chirurgie. Sie war über viele Jahre zuletzt auch in der Funktion als Oberärztin an der Hautklinik der Charité an den Standorten Campus Mitte und Campus Benjamin Franklin tätig, wo sie schwerpunktmäßig das gesamte Spektrum der dermatologischen Chirurgie abgedeckt hat.
Dermatologische chirurgische Eingriffe in unserer Praxis
- Entfernung von bösartigen Hauttumoren: Basalzellkarzinome, Plattenepithelkarzinome und maligne Melanome u.a. werden nach dermatologischer Diagnose präzise und leitliniengerecht chirurgisch entfernt – unter Berücksichtigung onkologischer Sicherheit und ästhetischer Aspekte.
- Chirurgische Behandlung von Akne inversa und Pilonidalsinus.
- Mikrographisch kontrollierte Chirurgie (MKC): Bei bestimmten Tumoren – insbesondere im Gesicht oder an funktionell sensiblen Stellen – setzen wir die mikrographisch kontrollierte Chirurgie ein.
- Plastische Rekonstruktion von Hautdefekten mit Hauttransplantation oder Nahlappenplastiken mit höchster Präzision und Erhalt der funktionellen und ästhetischen Aspekte.
- Ästhetisch-korrektive Eingriffe: Dazu gehören unter anderem die Entfernung von störenden Hautveränderungen wie Fibrome, Lipome oder Zysten und die chirurgische Korrektur von Narben und eingerissenen oder „ausgeleierten“ Ohrläppchen.
- Laserchirurgie
- Nagelchirurgie
Hautkrebs
Aufgrund der chronischen UV-Exposition treten bösartige Hauttumoren besonders häufig im Gesicht auf. Im Hautzentrum Berlin stellen wir großen Wert auf eine präzise, schonende, minimal-invasive Entfernung des Hautkrebs im Gesichtsbereich und hier an besonders schwierigen Lokalisationen (wie z.B. an Nase, Ohren, Augenlider, Lippen etc.). Bei der darauffolgenden Rekonstruktion bemühen wir uns stets um das funktionell und ästhetisch beste Ergebnis mit minimal sichtbarer Narbenbildung und mit Erhalt harmonischer Gesichtszüge.
Schwarzer Hautkrebs
Der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom, ist ein Hautkrebs der von den pigmentbildenden Zellen der Haut, den Melanozyten, ausgeht. Früh erkannt, ist das Melanom gut behandel- und meist auch heilbar. Fortgeschrittene Melanome müssen meist mit einer gezielten Immuntherapie behandelt werden. Diese Therapien sollten in einem spezialisierten Hautkrebszentrum erfolgen. Wir sind auf die Früherkennung und operative Behandlung maligner Melanome spezialisiert und pflegen gute Kontakte zu entsprechenden Hautkrebszentren.
Heller Hautkrebs
Im Grunde gibt es nicht DEN hellen Hautkrebs. Der Begriff „helle Hautkrebs“ steht für die Gruppe bösartiger Hauttumoren, die sich vom sogenannten schwarzen Hautkrebs abgrenzen lassen und von den sogenannten Epithelzellen der Haut ausgehen. Deswegen wird auch zunehmend vom nicht-melanozytären Hautkrebs gesprochen. Die häufigsten Hautkrebsarten dieser Gruppe sind das Basalzellkarzinom, gefolgt von dem Plattenepithelkarzinom sowie dessen Frühformen, der aktinischen Keratose und dem Morbus Bowen. Andere Tumoren dieser Gruppe gehen von verschiedenen Hautbestandteilen aus wie beispielsweise die Sarkome (Bindegewebe der Haut), Angiosarkome (Hautgefäße) und Merkelzell-Karzinome (spezialisierte Zellsysteme der Haut).
Fragen zum Ablauf der Behandlung (vor & nach der OP)
Womit muss ich während und danach rechnen, wenn ich an der Haut operiert werde?
Eine Auswahl der möglicher Folgen oder Komplikationen können Sie dieser Auflistung entnehmen.
- Schmerzen durch die örtliche Betäubung (nur für wenige Sekunden und meist wenig belastend)
- Wundschmerzen nach der OP
- Blutungen und ggf. Nachblutung insbesondere bei Einnahme von Blutverdünnern
- Schürfwunde und Krustenbildung bei einem ablativen Verfahren
- Pigmentstörungen mit Hyper– und Hypopigmentierungen
- Wundinfektion und Wundheilungsstörungen
- Narbenbildung, auch Narbenverbreiterung
- selten überschießende Narbenbildung und Keloide bei individueller Neigung
- selten Nervenverletzungen (sensible Fasern mit oft vorübergehendem Taubheitsgefühl im Bereich der Narbe, sehr selten Schädigung motorischer Nervenfasern mit Verlust motorischer Funktionen)
Postoperatives Verhalten: Worauf muss ich nach dem operativen Eingriff achten?
Sport und körperliche Belastung sowie Sauna / Hamam sollen für mindestens zwei bis vier Wochen nach einer OP gemieden werden. Die OP Wunde soll trocken bleiben bis zum Fadenzug. Ein UV Schutz ist fürcirca 4-8 Wochen ratsam. Rauchen und Alkoholkonsum können zu Wundheilungsstörungen führen.
Fragen zu Risiken, Medikamente & Sicherheit
Was muss ich bei der Einnahmen von „Blutverdünner“ beachten?
Wir möchten daher im Folgenden ein paar Fragen beantworten, die sich Patienten, die Medikamente einnehmen, vor einer Operation an der Haut stellen könnten. In Anlehnung an die AWMF Leitlinie empfehlen wir für die in Deutschland am häufigsten gerinnungshemmende Medikamente die Beachtung der folgenden Punkte:
Vitamin K-Antagonisten
Phenprocoumon = Marcumar
Bei operativen Eingriffen an der Haut mit höherem Blutungsrisiko (siehe F&A) und einer positiven Blutungsanamnese (häufiges Nasenbluten, Neigung zu blauen Flecken) sollte präoperativ d.h. vor dem chirurgischen Eingriff eine Bestimmung des INR erfolgen. Bitte sprechen Sie dafür Ihren Hausarzt an.
Wenn bei dem oben geschilderten Fall der INR oberhalb des therapeutischen Bereichts liegt, sollte eine Operation NICHT durchgeführt werden.
Eine Umstellung von Marcumar auf Heparin wegen einer Operation am Hautorgan sollte NICHT erfolgen.
Direkt wirkende Antikoagulantien (DOAK)
direkte Thrombininhibitoren
direkte Faktor Xa-Inhibitoren
(in)direkte Faktor Xa-Inhibitoren
z.B. Dabigatran, Argatroban
z.B. Apixaban, Edoxaban
z.B. Fondaparinux
Die letzte Einnahme einer Medikation mit DOAK sollte 24 h präoperativ erfolgen.
Die Wiederaufnahme der Medikation mit DOAK sollte frühestens 1 h postoperativ erfolgen
COX Hemmer, irreversibel
Acetylsalicylsäure / ASS
Bei Eingriffen an der Haut soll eine medizinisch notwendige Medikation mit Acetylsalicylsäure weitergeführt werden.
Bei einer höher dosierten Einnahme (>500mg ASS) innerhalb der letzten 72 h präoperativ sollte erwogen werden, einen elektiven Eingriff an der Haut mit hohem Blutungsrisiko zu verschieben.
ADP Rezeptor Antagonisten
z.B. Clopidogrel
In der Regel besteht eine absolute Indikation zur Fortführung einer kardiovaskulär protektiven Medikation mit Clopidogrel.
Eine Veränderung der Medikation bei Eingriffen an der Haut sollte daher schon auf Grund der Grunderkrankung nicht erfolgen.
Welche Eingriffe gehen mit einem erhöhten Blutungsrisiko einher?
Zu den operativen Eingriffen mit einem höheren Blutungsrisiko zählen beispielsweise Eingriffe an stark durchbluteten Gewebe im Kopf- und Halsbereich, großflächige mehrzeitige oder ablative Eingriffe und schichtübergreifende Eingriffe z.B. bis zur Knochenhaut oder zum Knorpelgewebe. Nichtsdestotrotz müssen die meisten blutverdünnenden Medikamente nicht pausiert werden!
Fragen zu Operative Verfahren & Techniken
Was ist Mikroskopisch kontrollierte Chirurgie (MKC)?
Die mikroskopisch kontrollierte Chirurgie – Variante der im anglo-sachsischen Raum etablierten Mohs-Chirurgie – ist ein besonders präzises Verfahren, um bösartige Hauttumoren unter maximaler Gewebeschonung vollständig und sicher zu entfernen. Die MKC wird insbesondere im Gesichtsbereich oder kosmetisch sowie funktionell schwierigen Körperregionen eingesetzt.
Das histologische Präparate wird während der Operation mit einem Faden markiert. Im Labor werden anschließend alle Schnittränder lückenlos dreidimensional mikroskopisch kontrolliert. So können Tumorreste sicher erkannt und gezielt entfernt werden, ohne unnötig gesundes Gewebe zu schädigen. Dieses Verfahren bietet maximale Sicherheit bei gleichzeitig bestmöglichem kosmetischem Ergebnis.
Was versteht man unter Hauttransplantation?
Was ist eine Hautlappenplastik?
Hautlappenplastiken können verwendet werden, um Bereiche des Körpers wiederherzustellen, die durch Verletzungen, Krankheiten oder Tumore beeinträchtigt wurden.
Wie funktioniert eine Reverdin-Plastik bei Ulkus cruris?
Reverdin-Plastiken sind eine Art von chirurgischer Behandlung für chronische Wunden, insbesondere für das Ulcus cruris (offenes Bein), das oft aufgrund von Durchblutungsstörungen oder venösen Erkrankungen entsteht.
Sie können bei komplexen Wunden eingesetzt werden, die tief und schwierig zu heilen sind. Die Technik kann dazu beitragen, die Heilung zu beschleunigen und die Schmerzen des Patienten zu lindern.
Diese Methode kann in unserem Hautzentrum mit der modernen Kaltplasma-Therapie kombiniert werden, um die Wundheilung deutlich zu beschleunigen und die Erfolgsrate zu erhöhen.
Wie wird eine Serienexzision bei großen kongenitalen Nävi durchgeführt?
Was ist eine Narbenkorrektur?
Wenn Narben funktionell oder optisch stören, können wir Ihnen in Hautzentrum helfen. Wir setzen verschiedene Techniken wie lokale Injektionen, Mikroneedling sowie moderne Lasertechnologie und operative Entfernungen mit plastischer Rekonstruktion ein, um die Narben und damit Ihre Lebensqualität zu verbessern. Lassen Sie sich gerne von uns individuell beraten.
Welche Korrekturen von Ohrlöchern und Piercings sind möglich?
Die chirurgische Korrektur von Ohrlöchern und Piercings ist ein Eingriff, der dazu dient, unerwünschte Veränderungen an den Ohren zu korrigieren. Es gibt verschiedene Techniken, die bei der chirurgischen Korrektur von Ohrlöchern und Piercings eingesetzt werden können. Hier sind einige davon:
- Ohrläppchenrekonstruktion: Diese Technik wird angewendet, um ein Ohrläppchen wiederherzustellen, das durch zu schwere Ohrringe, Piercings oder Verletzungen gerissen oder ausgedehnt wurde. Der Chirurg entfernt das beschädigte Gewebe und formt das Ohrläppchen neu, um ein natürliches Aussehen zu erzielen.
- Piercing-Korrektur: Wenn Piercings nicht an der gewünschten Stelle oder in der gewünschten Größe platziert wurden, kann eine Piercing-Korrektur durchgeführt werden. Der Chirurg entfernt das Piercing und formt das Gewebe neu, um es an die gewünschte Position und Größe anzupassen.
Diese Verfahren werden ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Es ist wichtig, dass diese Eingriffe nur von einem qualifizierten Chirurgen durchgeführt werden, um mögliche Komplikationen und unerwünschte Ergebnisse zu vermeiden.
Worauf bezieht sich die Nagelchirurgie?
Nagelchirurgie bezieht sich auf chirurgische Eingriffe, die an den Nägeln der Hände oder Füße durchgeführt werden, um verschiedene Nagelprobleme zu behandeln. Diese Art von Operationen können entweder minimalinvasiv oder invasiv sein, je nach Art und Schweregrad des Nagelproblems.
Nagelchirurgie wird normalerweise unter örtlicher Betäubung durchgeführt und erfordert in der Regel keine stationäre Aufnahme im Krankenhaus. Nach dem Eingriff sind in der Regel eine angemessene Pflege und Nachbehandlung erforderlich, um die Heilung zu fördern und Komplikationen zu vermeiden.
Einige der häufigsten Nagelprobleme, die eine Nagelchirurgie erfordern können, sind:
- Eingewachsene Nägel: Bei diesem Zustand wächst der Nagel in das umgebende Gewebe hinein und verursacht Schmerzen, Entzündungen und Infektionen. Eine Nageloperation kann durchgeführt werden, um den Nagelteil, der in das umgebende Gewebe eingewachsen ist, zu entfernen und das umgebende Gewebe zu reparieren.*
- Verdickte Nägel: Verdickte Nägel können durch verschiedene Ursachen verursacht werden, wie zum Beispiel Pilzinfektionen oder Verletzungen. Nagelchirurgie kann in einigen Fällen durchgeführt werden, um den betroffenen Nagel zu entfernen und gesundes Nagelwachstum zu fördern.
- Verformte Nägel: Nageldeformitäten können durch genetische Faktoren, Verletzungen oder Erkrankungen wie Psoriasis verursacht werden. Eine Nageloperation kann durchgeführt werden, um die betroffene Stelle des Nagels zu entfernen oder neu zu formen.**
*Hinweis: Damit der Nagel nicht erneut nachwachsen kann, muss auch die Nagelmatrix mitbehandelt werden. Dazu setzen wir gezielt den CO2 Laser ein und erzielen deutlich bessere Ergebnisse unter Schonung des Gewebes als durch die alleinige Operation.
**Vorsicht: Die Nagelmatrix kann durch die mechanische Entfernung zusätzlich geschädigt werden, sodass dadurch ebenfalls der Nagel verändert herauswachsen kann.
Blog
Lipolyse: Wie funktioniert die Behandlung mit der sogenannten „Fett-Weg-Spritze“?
Was ist eine Injektionslipolyse? Fragen und Antworten zur Behandlung mit der sogenannten „Fett-Weg-Spritze“.
Hautkrebs-Früherkennung
Die zuverlässigste Form der Hautkrebs-Früherkennung: Hautkrebsvorsorge mit dem Automatische Total Body Mapping von FotoFinder® Die guten Nachrichten zuerst: Hautkrebs ist heilbar, wenn er früh genug erkannt wird! Eine regelmäßige und qualitativ hochwertige...
Die Behandlung mit PRP bei Haarausfall
Haarausfall kann zu einer echten Belastungsprobe werden und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stark einschränken. Wenn sich altersbedingt das Haar lichtet oder durch eine Krankheit ganze Haarbüschel ausfallen, fühlt man sich im eigenen Körper unwohl und auch...




