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Dermatologische Onkologie

Früherkennung und moderne Therapien bei hellem und schwarzem Hautkrebs

Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland – früh erkannt jedoch gut behandelbar. Ob heller Hautkrebs oder malignes Melanom: Entscheidend sind eine genaue Diagnostik und eine konsequente Therapie. Im Hautzentrum Berlin setzen wir auf modernste Verfahren und begleiten Sie von der Vorsorge bis zur Nachsorge individuell und leitliniengerecht.

Nicht-melanozytäre Karzinome der Haut

Sogenannter „Heller“ Hautkrebs

Nicht-melanozytäre Hautkarzinome sind die häufigste Krebsform in Deutschland. Sie entstehen fast immer in sonnenexponierten Arealen, wachsen jedoch in der Regel langsam und metastasieren selten – vorausgesetzt, sie werden früh erkannt und konsequent behandelt.

Häufigste Formen und wichtige Erkennungsmerkmale

Basalzellkarzinom (BCC): perlmuttartig-glänzende Knoten, feine Gefäßzeichnung, manchmal Krustenbildung und Ulzerationen, am Rumpf oft flach und gerötet. BCC ist ein lokal invasiv, langsam wachsender, teilweise ulzeriende heller Hautkrebs.

Plattenepithelkarzinom (SCC): schuppige, verhärtete oder schlecht heilende Plaques, oft mit zentraler Hyperkeratose, chronische oder schlecht heilende „Wunden“, häufig aus aktinischen Keratosen hervorgehend. SCC ist eine aggressive Form des hellen Hautkrebses mit Risiko von Metastasierung, insbesondere in regionäre Lymphknoten.

Aktinische Keratosen (AK): oft rau, gerötet, leicht schuppend, Übergang in SCC möglich. AK gelten als Vorstufen und gehen in ca. 10% der Fälle in ein Plattenepithelkarzinomen über.

Risikofaktoren

  • Chronische UV-Belastung (Outdoor-Beruf, Solarium)
  • Heller Hauttyp, kumulative UV-Belastung
  • Immunsuppression (Transplantation, systemische Therapien)
  • Genetische Prädisposition (z. B. Gorlin-Goltz-Syndrom)

Diagnostik & Therapie

  • Auflichtmikroskopie und digitale Videodermatoskopie zur hochauflösenden und KI-unterstützten Begutachtung
  • Biopsie zur feingeweblichen Sicherung
  • Risikostratifizierung und Therapieauswahl:
    • chirurgische Exzision mit mikrographisch-kontrollierter Chirugie (MKC)
    • Photodynamische Therapie (PDT) und CO2 Laser bei oberflächlichen BCCs
    • topische Immunmodulatoren (Imiquimod, 5-FU) bei oberflächlichen BCCs
Nach der Behandlung erstellen wir einen Plan zur individuellen Nachsorge mit regelmäßigen Kontrollen der Haut entsprechend der AWMF Leitlinienempfehlungen – denn wer einmal hellen Hautkrebs hatte, trägt ein erhöhtes Risiko für weitere Karzinome der Haut.

FAQs

Tut heller Hautkrebs weh?

Meist nicht; schmerzlose Knötchen oder Krusten sind typisch. Symptome wie Blutung oder Ulzerationen und schlechte heilende Wunden können aber auftreten.

Wie groß ist das Metastasen-Risiko?

BCC metastasiert extrem selten. Risiko bei SCC erhöht in Abhängigkeit von Lokalisation und Tumormerkmalen – frühzeitige Entfernung minimiert das Risiko deutlich.

Übernimmt die Kasse die Kosten?

Ja, die meisten leitliniengerechten Therapien bei gesicherter Diagnose sind Kassenleistung.

Malignes Melanom

Sogenannter „Schwarzer“ Hautkrebs

Das maligne Melanom ist aggressiver als heller Hautkrebs, kann früh in Lymphknoten und innere Organe streuen und erfordert daher rasches Handeln. Entscheidend ist die Tumordicke (Breslow-Index) – je dünner der Tumor bei Diagnose, desto besser die Heilungschance.

Früherkennung: die ABCDE-Regel

  • Asymmetrie
  • Begrenzung unscharf
  • Color (mehrere Farben)
  • Durchmesser > 5 mm oder Dynamik
  • Erhabenheit / Entwicklung (rasch wachsend, Juckreiz, Blutung)

Diagnostik

  • Auflicht- und Videodermatoskopie mit KI-gestützter Verlaufskontrolle (automatisiertes Total Body Mapping von Fotofinder – ATBM)
  • Exzision bei suspekten Pigmentmalen – die einzige sichere Diagnostik
  • Histologie mit Breslow-Index, Ulzerations- und Mutationsstatus (BRAF u. a.)
  • ggf. Staging: Sentinel-Lymphknoten-Biopsie ab ≥ 1 mm, Bildgebung (z.B. Sono, CT/PET-CT)

Nachsorge & Prävention

Regelmäßige Nachsorge gemäß Leitlinie. Zusätzlich beraten wir Sie zu professionellem UV-Schutz, Selbstuntersuchung und genetischer Testung, falls familiäre Häufungen vorliegen.

Wir führen leitliniengerecht Therapie und Diagnostik bei uns im Hautzentrum Berlin oder über unsere Kooperationspartner durch.

FAQs

Ist jede dunkle Veränderung ein Melanom?

Nein, aber jede neu auftretende oder sich verändernde Pigmentläsion sollte dermatologisch abgeklärt werden.

Amelanotische, d.h. nicht pigmentierte Melanome stellen eine besondere Herausforderung dar, da die Pigmentierung fehlt.

Wie schnell wächst ein Melanom?

Im allgemeinen stellt das Melanom eine der aggressivsten Formen von Krebs dar. Melanome können über Blut- und Lymphbahnen in andere Organe metastasieren. Manche Subtypen können innerhalb weniger Monate metastasieren.

Kann ich nach der Operation normal in die Sonne?

Konsequenten UV-Schutz (LSF 50+, Kleidung, Schatten) einhalten; Solarium strikt meiden.

Unsere Expertise – Ihr Vorteil

Im Hautzentrum Berlin · Siddi & Bachmann verbinden wir modernste Diagnostik (KI-gestützte Bildanalyse – ATBM) mit leitlinienkonformer Therapie und psychosozialer Begleitung. Vereinbaren Sie Ihren Vorsorge- oder Kontrolltermin bequem online – frühe Diagnose rettet Leben.

Sie wünschen weitere Informationen zur Dermato-Chirurgie? Dann lesen Sie hier weiter.

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